Blitz-Marathon April 2015: Polizei nimmt alle Temposünder ins Visier




Bei Verkehrsunfällen im Jahr 2014 starben 3.350 Menschen in Deutschland. Die häufigste Ursache für so viele Unfälle war Raserei. Heute kontrollieren 13.000 Beamte beim dritten bundesweiten Blitzmarathon die Geschwindigkeit von Autofahrern an über 7.000 Stellen. Im Laufe des Tages sowohl in Hamburg als auch in Mecklenburg-Vorpommern verstießen lediglich einzelne Fahrer gegen die Begrenzungen an den Strassen. Viele Autofahrer waren aber auf die Aktion vorbereitet und fuhren langsamer als üblich. Neben Deutschland beteiligen sich 21 weitere europäische Länder von Finnland bis Zypern an der Blitzaktion.

Keine Kontrollen in Schleswig-Holstein

Diesmal war beim Blitz-Marathon Schleswig-Holstein nicht dabei. Am Dienstag und Mittwoch war das Treffen der G7-Außenminister in Lübeck dadurh mussten die Kontrollen in Schleswig-Holstein ausfallen. „Das bindet zu viele Kräfte und das ist organisatorisch gar nicht zu leisten.“ sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Kiel. Dazu habe die Polizei keine Kapazitäten.

Welchen Effekt hat und bringt der Blitz-Marathon?

Viele Meinungen gehen auseinander. Die meisten Fahrer sind vorgewarnt, da die Kontrollpunkte vorher im Internet oder im Radio bekannt gegeben werden. Diese Aktion soll ehe das Denkvermögen der Fahrer fördern anstatt auf die Portemonnaies der Verkehrsteilnehmer zuzugreifen. Es soll reine Präventionsarbeit sein. Doch wie lange dieser Effekt anhält, dass die Autofahrer den Fuß vom Gas nehmen, bleibt ungewiss.