Fahrassistenzsysteme für mehr Sicherheit




Fahrassistenzsysteme

Foto: djd/Robert Bosch

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was die Hauptursache für Unfälle ist.
  • Welchen Nutzen Fahrassistenzsysteme haben.
  • Dass Fahrassistenzsysteme nicht mehr nur der automobilen Oberklasse vorbehalten sind.

Weltweit hohe Unfallzahlen stimmen nachdenklich. Autohersteller, Verkehrsclubs und Verbände sind sich einig: Autofahren soll in den kommenden Jahren sicherer und komfortabler werden. Große Wirkung versprechen sich die Experten vor allem von Fahrerassistenzsystemen, die in immer mehr Autos serienmäßig oder als Sonderausstattung verfügbar sind. Zahlreiche Unfälle ließen sich auf diese Weise vermeiden.

Hauptursache für Unfälle: Fehler des Fahrers

Denn die größte Fehlerquelle ist und bleibt augenscheinlich der Fahrer: Über 90 Prozent aller Autounfälle sind laut aktueller Statistiken auf menschliche Fehler zurückzuführen. Bereits eine kleine Ursache kann oft gefährliche Folgen haben, etwa bei Auffahrunfällen oder bei Zusammenstößen auf Kreuzungen. Fahrassistenzsysteme könnten viele Fehler ausbügeln: Sie warnen, wenn man die Fahrspur verlässt, sorgen automatisch für den richtigen Sicherheitsabstand zum Vordermann oder unterstützen bei Notbremsungen.

ESP: Standard in Sachen Sicherheit

Zum Standard in Sachen Sicherheit zählt heute das von Bosch entwickelte Elektronische Stabilitäts-Programm ESP, das bei Neuwagen in den USA und bald auch in Europa zur Pflichtausstattung gehört. Das System kann das gefährliche Schleudern – eine häufige Ursache für Unfälle mit Todesopfern – wirksam verhindern. Fahrerassistenzsysteme überwachen zudem mit verschiedenen Sensoren wie Radar, Video oder Ultraschall das Umfeld, um drohende Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen.

Fahrerassistenzsysteme für mehr Sicherheit

Heute sind Fahrassistenzsysteme wie Notbremssysteme, Spurhaltesysteme oder eine intelligente Scheinwerfersteuerung nicht mehr nur der automobilen Oberklasse vorbehalten, sondern ebenso in immer mehr Kompaktwagen oder der Mittelklasse erhältlich. Der Aufpreis liegt, je nach Ausstattung, kaum höher als die Extrakosten zum Beispiel für attraktive Alufelgen. Deutlich höher ist der Mehrwert für die Sicherheit. So kommt eine Bosch-Auswertung der GIDAS-Unfalldatenbank  zum Ergebnis, dass mit einem Spurhalteassistenten 26 Prozent aller relevanten Unfälle verhindert werden könnten.

Bagatellunfälle vermeiden

Bosch-Untersuchungen kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass vorausschauende Notbremssysteme bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden verhindern könnten. „Die hohen Unfallfallzahlen weltweit zeigen die Notwendigkeit bestmöglicher Sicherheitstechnik im Auto“, sagt Bosch Chassis Systems Control-Bereichsleiter Gerhard Steiger. Notbremssysteme, die bei niedrigen Geschwindigkeiten arbeiten, könnten nach Untersuchungen des Fachbereichs der Allianz-Versicherung „Allianz Zentrum für Technik“ allein in Deutschland jährlich über 500.000 Bagatellunfälle vermeiden.

Angebot wächst

Welche Hersteller die Fahrerassistenzsysteme bereits anbieten, lässt sich schnell und einfach im Internet recherchieren. Dort gibt der der Deutsche Verkehrssicherheitsrat einen Überblick.

Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Fahrassistenzsysteme
  • Notbremssysteme
  • Spurhaltesysteme
  • Scheinwerfersteuerung
  • Elektronische Stabilitäts-Program
  • ESP
  • Unfallfallzahlen
  • Ratgeber
  • Sicherheit

Weitere Infos rund ums Thema Verkehrssicherheit: